DigComp im Kontext der Arbeitswelt

Digitale Kompetenz ist wesentlich fürs Lernen, Arbeiten und die Beschäftigungsfähigkeit sowie die aktive Teilnahme an der Gesellschaft. Für die Qualifikation ist es sowohl wichtig, zu wissen, worin die digitalen Kompetenzen bestehen, wie auch dabei zu helfen, diese zu entwickeln.

Digitale Kompetenzen im Arbeitsleben

Ohne das nötige Maß an digitaler Kompetenz wird man künftig im Berufsleben nicht mehr weiterkommen. Es entstehen Jobs mit verändertem Anforderungsprofil – neue, anspruchsvolle Jobs. Für digital qualifizierte Arbeitnehmer bieten sich hervorragende berufliche Chancen. Denn diese Kompetenzen werden die wichtigsten Fähigkeiten für Arbeitnehmer werden – genauso wichtig wie Fach- oder Sozialkompetenz, die auch in Zukunft zu den Schlüsselkompetenzen zählen.

Unternehmen sind aufgefordert den Wissensstand und die Qualifikation der Mitarbeiter um die digitale Kompetenz zu erweitern. Die Anforderungen an die Fachkräfte werden weiter steigen. Berufsbilder werden sich verändern. Nicht nur ein ständig aktuelles Wissen ist bedeutend, sondern die Wissens-Anwendung, die Innovationskompetenz sowie die praktische wirtschaftliche Umsetzung spielen zukünftig die entscheidende Rolle. Man kann sich nicht einer Aneignung von neuem Wissen verschließen, wenn man weiter am Markt bestehen möchte – sowohl als Unternehmen nicht als auch als Arbeitnehmer.

Digitale Kompetenz als Schlüsselkompetenz

Die digitale Kompetenz ist eine der acht Schlüsselkompetenzen der EU für das lebenslange Lernen. Diese Kompetenz besteht im sicheren und kritischen Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für die Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in allen Lebensbereichen genutzt werden. Dies mag vielen von uns einfach erscheinen, doch gemäß des Fortschrittsanzeigers der digitalen Agenda für das Jahr 2015, der Digital Agenda Scoreboard 2015, ist die digitale Kompetenz von 40 % der EU-Bevölkerung auf einem unzureichenden Niveau und 22 % der EU-Bürger sind keine Internetnutzer.

Es ist ebenfalls wichtig, zu berücksichtigen, dass die digitale Kompetenz, als eine übergreifende Kompetenz auch dabei hilft, andere Kompetenzen zu meistern, wie beispielsweise Kommunikation, Sprachkenntnisse oder Grundfertigkeiten.

Um das Wesentliche dieser Kompetenz besser zu verstehen, hat die Europäische Kommission den Europäischen Referenzrahmen für digitale Kompetenzen (DigComp) entwickelt, der in fünf Bereiche unterteilt ist:

  • Umgang mit Informationen und Daten
  • Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Erzeugen digitaler Inhalte
  • Sicherheit
  • Problem lösen

Der Europäische Referenzrahmen DigComp beinhaltet insgesamt fünf Kompetenzfelder mit insgesamt 21 Einzelkompetenzen.